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26.03.2018: Krimi zum Saisonfinale / Seedorfer Männer bezwingen Vizemeister Fehrbellin im Brandenburg-Derby knapp und belegen am Saisonende Rang sechs

Mit zwei Heimerfolgen haben die Kegler vom SVL Seedorf 1919 am vergangenen Wochenende die Punktspielsaison 2017/18 in der 1. Bundesliga Bohle beendet. Am Samstag besiegten die Männer vom Löcknitzstrand den Absteiger KSC Ilsenburg klar mit 5483:5331 Holz (3:0 Spielpunkte / 57:21 Einzelwertungspunkte). Nichts für schwache Nerven war am Sonntag das prestigeträchtige Brandenburg-Duell mit dem SV 90 Fehrbellin. Nach hochdramatischem Verlauf entschieden die Gastgeber die Partie letztendlich knapp mit 5478:5470 (2:1 / 42:36) für sich. Damit blieben die Seedorfer daheim  unbesiegt und beendeten die Spielserie auf Rang sechs (36:30 Punkte). Deutscher Meister wurde zum achten Mal in Folge die SG ETV/Phönix Kiel (50:16) vor Fehrbellin (49:17) und den Rivalen Hannover (41:25).

„Die Partie gegen Fehrbellin hat alles geboten, was das Keglerherz begehrt. Auch die zahlreichen Zuschauer waren von dem hochspannenden Spiel restlos begeistert. Am Ende haben wir natürlich auch etwas glücklich gewonnen“, jubelte SVL-Kapitän Frank Wilke nach dem Derbysieg und fügte hinzu: „Das war absolute Werbung für unseren Sport.“ Die 90er, tags zuvor 3:0-Sieger in Schwerin, wollten beim Saison-Halali ihre letzte Meisterschaftschance unbedingt wahren und legten – eines Meisterschaftsanwärters angemessen - stark los. Dirk Sperling, Gesamtsieger der Bundesliga-Einzelwertung, gewann nicht nur das Duell gegen Frank Wilke (916), sondern spielte mit 927 Holz auch ein Ergebnis, das an diesem Tag nicht mehr übertroffen wurde. Das zweite Duell im ersten Durchgang entschied Seedorfs Hans Fulczynski (917) gegen Daniel Neumann (911) für sich. Mit dem Rucksack von einem Fünf-Holz-Rückstand gingen Mathias Metzdorf und Rainer Pagels anschließend auf die Bahn. Und die Männer vom Löcknitzstrand wehrten sich. Metzdorf demonstrierte erneut seine starke Form, egalisierte mit 927 Holz die Bestmarke von Sperling und entschied das Duell gegen Nico Witter (903) klar für sich. Weniger rund lief es für  Seedorfs Rainer Pagels, für den Sebastian Rönning nach dem 60. Wurf eingewechselt wurde. „Sebastian hat dann gut gespielt und konnte den Rückstand in Grenzen halten“, lobte Wilke. Aber auch 90er Dietmar Stoof hatte nicht seinen besten Tag erwischt und wurde gegen Benjamin Münchow ausgetauscht. Beide kamen auf 900 Holz. Vor dem Schlussblock führte Seedorf nun mit 15 Holz. Und hier setzte sich das Wechselbad der Gefühle weiter fort. „20 Wurf vor Schluss lag Fehrbellin mit acht Holz vorn“, erinnert Wilke an die Dramatik auf der letzten Bahn. Doch mit großem Kampfgeist und dem Glück des Tüchtigen brachten Norbert Witzel (916) und Max Jannasch (906) gegen Fehrbellins Sebastian Krause (916) und Alexander Wolski (913) den knappen, aber umso mehr von den Seedorfer Anhängern umjubelten Sieg nach Hause, während sich bei den Rhinstädtern, trotz des starken Auftritts, große Enttäuschung breit machte.

Ihre Pflichtaufgabe gegen die Ilsenburger, die das Hinspiel noch mit 2:1 für sich entschieden hatten, hatten die Seedorfer schon am Samstag erfüllt. Metzdorf (939), Fulczynski (897), Pagels (912), Rönning (901), Marcus Derlig (906) und Witzel (928) ließen sich von keinem Spieler aus dem Harz überflügeln und machten so den klarsten Sieg der Saison perfekt.

 

12.03.2018: In der Fremde teuer verkauft / Seedorfer Bundesligakegler kassieren Niederlagen in Oldenburg und Kiel

Die Kegler des SVL Seedorf 1919 haben sich trotz der Niederlagen in ihren letzten beiden Auswärtsspielen der Saison von ihrer besseren Seite gezeigt. Zwar verlor der Tabellen-Siebte (31:29 Punkte) der 1. Bundesliga Bohle am Sonntag die Partie bei Spitzenreiter SG ETV/Phönix Kiel mit 5125:5216 (0:3 / Unterwertung: 25:53), hatte sich aber tags zuvor beim 5318:5367 (1:2 / 34:44) gegen den ebenfalls als äußerst heimstark geltenden KSK Oldenburg in Holstein etwas überraschend den Zusatzpunkt (erhält die Gastmannschaft für 32 oder mehr Einzelwertungspunkte) gesichert. „Es war ein tolles Wochenende. Trotz der Niederlagen haben wir uns wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die kommende Saison geholt“, war SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke angesichts der Vorstellungen seines Sechsers zufrieden.

In beiden Spielen wollten die Seedorfer sich „nicht kampflos ergeben und um den Zusatzpunkt mitspielen“, hatte Wilke angekündigt. Und sein Team hielt sich in den Partien bei den Norddeutschen an die Marschroute. Beim Vierten in Oldenburg setzte Seedorfs Mathias Metzdorf gleich im ersten Durchgang ein Achtungszeichen. Der 30-Jährige schob mit 906 Holz die Tagesbestleistung und gewann gleichzeitig das Duell gegen den besten Heimspieler, Jan Stender (899), klar. Norbert Witzel (867) zog gegen Marc Stender (894) jedoch klar den Kürzeren. Im Mittelblock war Sebastian Rönning (862), der beim SVL für den verhinderten Hans Fulczynski zum Einsatz kam, gegen Arnim Barkholtz (895) chancenlos. Daneben lieferten sich Rainer Pagels und Nils Wieske ein Duell auf Augenhöhe. Beide kamen auf 898 Holz. Die Gäste blieben so im Rennen. Im Schlussdurchgang übertrafen Frank Wilke (894) und Max Janasch (891) das Ergebnis von Oldenburgs Jan Haagen (886) und so kam der SVL auf 34 von 32 nötigen Einzelpunkten. „Wir haben ein klasse Auswärtsspiel gegen ein starkes Heimteam abgeliefert. Der Zusatzpunkt war verdient“, fand Frank Wilke.

Auch beim Serienmeister in Kiel verkauften sich die Prignitzer teuer. Gegen die Nationalspieler Roger Dieckmann (890) und Kai Ludorf (893) konnten Metzdorf (883) und Witzel (880) erwartungsgemäß nicht mithalten, hielten ihr Team aber im Rennen. Dagegen musste der Seedorfer Mittelblock mit Pagels (854) und Rönning (851) gegen Kiels Jan Künstler (886) und Jörn Kemming (879) abreißen lassen. Trotz der sicheren Führung im Rücken war für die Gastgeber der Zusatzpunkt noch längst nicht eingetütet. Obwohl keineswegs enttäuschend, verloren Wilke (881) und Jannasch (866) im Schlussdurchgang ihre Duelle gegen René Richter (883) und Sascha Brinks (885). „Wir haben ganz ordentlich gespielt, waren immer in Schlagdistanz zum Zusatzpunkt. Heute hat aber auch ein bischend das Glück gefehlt. Spielen drei Mann von uns fünf Holz mehr, haben wir den Punkt“, haderte Frank Wilke nach Spielschluss mit dem verpassten Coup.

 

27.02.2017: Werbung für den Kegelsport / Seedorfer Bundesligakegler liefern sich zwei spannende Punktspiele mit Berliner Teams und landen Heimsiege

Die Kegler vom SVL Seedorf von 1919 bleiben in der 1. Bundesliga Bohle auf ihrer Heimbahn in dieser Saison weiter unbesiegt. Zwar mussten die Männer vom Löcknitzstrand am Samstag beim 5482:5448 (2:1/43:35 in der Unterwertung) gegen die SG Union Oberschöneweide den Zusatzzähler (erhalten die Gäste bei 32 oder mehr erspielten Einzelwertungspunkten) abgeben, doch hielten sie sich am 18. Spieltag mit dem 5477:5400 (3:0/48:30) gegen Hertha BSC schadlos. Vier Spieltage vor dem Saisonende belegt der SVL mit nun 30:24 Punkten weiter Rang sieben in der Tabelle. Von den insgeheim gehegten Medaillenträumen müssen sich die Seedorfer nach dem Punktverlust und den Ergebnissen der Konkurrenz aber wohl endgültig verabschieden. Trotzdem war SVL-Mannschaftsleiter mit dem Wochenende nicht unzufrieden. „Das waren zwei äußerst spannende Spiele auf hohem Niveau und Werbung für den Kegelsport. Beide Berliner Teams haben sehr gute Leistungen gezeigt und uns alles abverlangt.”

Gegen die überraschend stark aufspielenden Oberschöneweider lagen die Gastgeber nach dem ersten Durchgang sogar mit zwei Holz zurück. Mathias Metzdorf (915 Holz) und Hans Fulczynski (907) zogen in den Duellen gegen Nationalspieler André Franke (916) und Peter Kowal (908) den Kürzeren. Frank Wilke (902) und Sebastian Rönning (914) brachten den SVL im Mittelblock gegen Felix Rosenow (899) und Mike Cassube (895) dann wieder in Front. Aber auch im Schlussdurchgang schenkten die Berliner den Gastgebern nichts. So entschied Auswahlspieler André Krause (920) das Duell gegen Max Jannasch (917) für sich und machte damit den Auswärtspunkt endgültig klar. Auch Norbert Witzel musste sich gegen Unions Frank Lüer (910) strecken, schob aber mit 928 Holz den Tagesbestwert.

Auch beim schwer erkämpften Sieg am Sonntag gegen Hertha BSC erzielte der 57-jährige Witzel mit 924 Holz das beste Tagesergebnis und heimste dafür erneut die zwölf Einzelwertungspunkte ein. „Norbert hat mit den ersten zehn Kugeln 88 Holz, also acht Neunen und zwei Achten, gespielt. So etwas habe ich noch nie gesehen”, staunte nicht nur Frank Wilke, mit 916 Holz zweitbester Seedorfer, über den Start des Routiniers. Und da auch Metzdorf (915), Fulczynski (909), Rönning (908) und Jannasch (905) die magische 900er Marke übertrafen und dies beim Hauptstadtclub nur Patrick Schneider (909), Norbert Gattner (906) und Nationalkader Timo Koch (919) gelang, blieben alle drei Punkte am Löcknitzstrand.

 

13.02.2018: SVL-Bundesligakegler finden nicht in die Spur / 0:3-Pleiten in Hannover und Stade

Die Männer des SVL Seedorf 1919 haben am 15./16.Spieltag in der 1. Bundesliga Bohle zwei 0:3-Niederlagen kassiert. Nach dem klaren 5220:5369 (Unterwertung: 22:56) am Samstag beim Tabellendritten KSK Rivalen Hannover, enttäuschten die Prignitzer auch beim stark abstiegsbedrohten VfL Stade 1850 und zogen mit 5133:5248 (31:47) den Kürzeren. In der Tabelle rutschten die Seedorfer (25:23 Punkte) auf Rang sieben ab.

Für die Männer vom Löcknitzstrand bedeuteten die beiden Niederlagen einen herben Rückschlag im Kampf um die Bronzemedaille. „Wir sind unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden. In Hannover haben wir eine desolate Vorstellung abgeliefert und auch in Stade waren die Leistungen mangelhaft“, wollte SVL-Kapitän Frank Wilke nichts beschönigen. Beim direkten Konkurrenten um die Medaille in Hannover lagen Norbert Witzel (865 Holz), Mathias Metzdorf (885), Max Jannasch (876), Rainer Pagels (854), Sebastian Rönning (863) und Hans Fulczynski (877) von Beginn an im Hintertreffen. Und auch auf der schwer zu bespielenden Anlage im Stader „alpa bowl“ war für Witzel (851), Metzdorf (855), Fulczynski/Rönning (843), Jannasch (863), Frank Wilke (864) und Pagels (857) der angestrebte Sieg zu keiner Zeit in Reichweite.

 

30.01.2018: Remis im Ostalgie-Duell / Bundesligakegler vom SVL Seedorf am Wechselspieltag mit Sieg und Niederlage gegen Schwerin

Mit einem Sieg und einer Niederlage beendeten Männer vom SVL Seedorf von 1919 den Wechselspieltag in der 1. Bundesliga Bohle gegen den KC Einheit 95 Schwerin. Während die Mecklenburger auf ihrer Heimbahn in der Schlossgartenallee am Sonnabendnachmittag einen 3:0-Heimerfolg mit 5387:5330 Holz und 48:30-Einzelwertungspunkten feierten, revanchierten sich die Seedorfer am Sonntag und ließen ein zwischenzeitlich etwas wackelndes, letztlich aber klares 3:0 (5464:5283 / 51:27) auf der Anlage am Löcknitzstrand folgen. In der Tabelle verloren die Prignitzer zwar einen Platz, bleiben als Fünfter mit 25:17 Punkten aber in Sichtweite zu den Medaillenrängen. Aufsteiger Schwerin belegt weiter Rang acht und vergrößerte den Abstand zu den Abstiegsplätzen.

„Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Schweriner in Bestbesetzung hätten uns heute sicher das Leben noch schwerer gemacht“, gestand Seedorfs Mannschaftsleiter Frank Wilke nach dem wenig überzeugenden Heimerfolg. „Vier Mann haben hervorragend gespielt, zwei hingegen arg gewackelt und so das Spiel unnötig spannend gemacht. Schwerin hat uns erheblich unter Druck gesetzt.“

IMG_3002webIn der Tat lieferten die ohne ihren Spitzenspieler Michael Heerkloß angereisten Mecklenburger den Gastgebern einen beherzten Kampf. Während der mit 933 Holz erneut Tagesbestleistung schiebende Seedorfer Mathias Metzdorf sein Duell gegen Matthias Bernotat (888/Foto) klar für sich entschied, musste sich Hans Fulczynski (887) Einheits 65-jährigem Routinier Reinhard Dallmann (895) etwas überraschend geschlagen geben. Und auch im Mittelblock hatten die Seedorfer Probleme. Frank Wilke (923) hielt Karsten Wachholz (900) zwar auf Distanz, dafür erwischte Rainer Pagels aber einen gebrauchten Tag und wurde gegen Sebastian Rönning ausgewechselt. Trotzdem reichten die 885 Holz der beiden, um Schwerins Mathias Gierke (866) auf Distanz zu halten. Zum Glück für die Prignitzer überzeugte die Schlussachse mit Max Jannasch (914) und Norbert Witzel (923), die die Gästespieler Holger Trojahn (879) und Ralph Hegewald (860) im Griff hatte und den Sieg des Heimteams letztlich souverän nach Hause brachte.

Von einer verpassten Chance sprach Frank Wilke nach dem Auftritt tags zuvor in Schwerin. „Da hätten wir den Punkt einfach nur mitnehmen müssen“, ärgerte sich der 51-Jährige. Denn nach zwei Durchgängen und den Ergebnissen von Metzdorf (907), Fulczynski (888), Wilke (900) und Rönning (876) lagen die Seedorfer lediglich 14 Holz hinter den Gastgebern und schnupperten am Zusatzpunkt. Doch die Seedorfer Schlussachse mit Jannasch (880) und Pagels (879) kam nicht richtig in Tritt und schaffte es nicht, die Vorgabe von Steffen Mathia (883) zu knacken. „Max und Rainer konnten dem Druck leider nicht stand halten. Die Schweriner haben gegenüber den Vorspieltagen aber eine gute Leistung gezeigt“, gab sich Frank Wilke als fairer Verlierer. (Quelle: Torsten Gottschalk in „Der Prignitzer“ vom 29. Januar 2018)

 

15.01.18: Gelungener Start in die Rückrunde / Seedorfer Bundesligakegler lassen sich von Stavenhagen und Stralsund nicht überraschen und feiern zwei 3:0-Heimsiege

Die Kegler des SVL Seedorf von 1919 sind mit zwei 3:0-Heimsiegen in die Rückrunde der 1. Bundesliga Bohle-gestartet. Am Samstag besiegten die Männer vom Löcknitzstrand die überraschend stark aufspielenden Gäste vom SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen mit 5469:5388 (48:30). Nach dem gestrigen 5484:5302 (55:23) gegen den KV Hansa Stralsund verbesserten sich die Seedorfer mit nun 22:14 Punkten auf Tabellenplatz vier hinter dem SV 90 Fehrbellin (29:7), Meister ETV/Phönix Kiel (27:9) und Union Oberschöneweide (23:13). Mit der Ausbeute von sechs Punkten war SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke insgesamt zufrieden, mit der Vorstellung seines Team nur bedingt. „Gegen Stavenhagen haben wir es unnötig spannend gemacht, die drei Punkte trotzdem sicher nach Hause gespielt. Der Sieg gegen Stralsund war dann ungefährdet”, meinte Wilke, der nach der eher durchwachsenen Vorstellung des einen oder anderen durchaus noch Steigerungspotenzial bei seinem Team ausmachte. „Wir müssen weiter hart arbeiten, sind aber auf Kurs.”

Gegen Stavenhagen brachten der am Ende mit 932 Holz Tagesbestleistung schiebende Mathias Metzdorf und Hans Fulczynski (904) die Gastgeber in den Duellen gegen Steffen Ast (900) und Felix Grill (887) in Front. Während Frank Wilke (917) im Mittelblock seinen Gegner Dirk Streese (894) klar beherrschte, zog Rainer Pagels (900) gegen Torsten Schwarz (901) knapp den Kürzeren. 71 Holz betrug der Vorsprung des SVL vor dem letzten Durchgang. Und hier kam die Seedorfer Schlussachse nur schwer in Schwung. Max Jannasch (917) steigerte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten, musste aber Stavenhagens stark aufspielenden Sven Wiesener (920) den Vortritt lassen. Norbert Witzel (899) erwischte einen gebrauchten Tag, gewann das Duell gegen Klaus-Dieter Zaluski(886) aber klar.

Gegen die um den Klassenerhalt kämpfenden Hanseaten, die am Vortag einen Punkt in Schwerin entführten, zeigte Witzel sich wieder von seiner besten Seite. Der Routinier im Team der Seedorfer schob gestern mit 933 Holz das beste Tageseinzelergebnis vor Metzdorf (919), Fulczynski (920), Wilke (910) und Jannasch (907). Dass die laut Wilke „überforderten“ Ostseestädter nicht die Höchststrafe kassierten, hatten sie unter anderem dem für Pagels ins Seedorfer Team gerückten Sebastian Rönning zu verdanken. Dessen 896 Holz konnten die Stralsunder Joachim Raasch (901) und Torsten Hochmann (900) im Schlussdurchgang noch überbieten.

 

05.12.2017: Der Blick geht nach oben / Männer vom Löcknitzstrand haben sich nach Sieg in Stralsund und Niederlage in Stavenhagen in oberer Tabellenhälfte etabliert

Die Kegler vom SVL Seedorf 1919 haben sich in der 1. Bundesliga mit einem Sieg und einer Niederlage in die mehrwöchige Weihnachtspause verabschiedet. Am Samstag gewannen die Prignitzer das Duell beim KV Hansa Stralsund mit 5333:5311 (3:0/ 42:36). Am 10. Spieltag zog das Team um Mannschaftsleiter Frank Wilke bei Blau-Weiß 76 Stavenhagen dann aber mit 5225:5283 (0:3/29:49) den Kürzeren. In der Tabelle behaupteten die Seedorfer mit nun 16:14 Punkten den fünften Platz.

Auf die Frage, wann sein Team den letzten Auswärtssieg in der 1. Liga eingefahren hat, musste Frank Wilke erst einmal kurz überlegen. „Das war bei Hamburg 46, in dem Jahr, als sie abgestiegen sind“, erinnert sich Wilke und lag damit richtig. Im November 2011 gewann die Prignitzer in der Hansestadt mit 3:0 und legten damit einen der Grundsteine für die spätere Vizemeisterschaft. Soweit geht der Blick der Seedorfer zwar noch nicht, aber nach dem Wochenende können sie sich durchaus berechtigte Chancen auf eine vordere Platzierung in der Endabrechnung machen.

Beim ersten Sieg in Stralsund überhaupt „haben wir eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, so Wilke, dessen Team nach Mathias Metzdorf (897 Holz), Hans Fulczynski (886), Max Jannasch (894) und Rainer Pagels (874) einen 25 Holz-Vorsprung nach zwei Blöcken herausgespielt hatte. Der mit 900 Holz Tagesbestleistung schiebende Norbert Witzel und Wilke (882) zeigten danach keine Nerven und machten den Erfolg schließlich perfekt.

Auch in Stavenhagen lagen die Männer vom Löcknitzstrand lange auf (Punkt)Kurs. Nach Metzdorf (876), dem diesmal überragenden und mit 886 Holz Tagesbestleistung spielenden Pagels sowie Jannasch (876) und Witzel (870) lagen die SVLler vor dem Schlussdurchgang nur ganze 13 Hölzer hinter den Blau-Weißen. Doch Wilke (858) und der ins Team gerückte Sebastian Rönning (859) hatten so ihre Probleme mit den Bahnen und mussten die Gastgeber noch davon ziehen lassen. „Es war sehr viel mehr möglich gewesen. Wenn schon einer von uns Bestholz spielt, muss man auch zumindest den Zusatzpunkt mitnehmen. Leider hatten Sebastian und ich unsere Schwächephasen“, haderte Frank Wilke mit der verpassten Chance. (Quelle: “Der Prignitzer” vom 5. Dezember)

 

20.11.2017: Seedorfer Bundesligakegler holen gegen Ilsenburg einen Punkt – klare Niederlage in Fehrbellin

Mit zwei Niederlagen kehrten die Bohlekegler des SVL Seedorf 1919 am Wochenende von ihren Auswärtsspielen in der 1. Bundesliga zurück. Die Partie beim KSC Ilsenburg verloren die Prignitzer mit 1:2 (5238:5288/Einzelwertung: 33:45), holten sich aber den angepeilten Zusatzpunkt (erhält die Gastmannschaft bei 32 oder mehr erspielten Einzelwertungspunkten). Im Brandenburg-Duell beim SV 90 Fehrbellin unterlagen die Seedorfer dem Spitzenreiter am Sonntag klar mit 0:3 (5196:5339/25:53). In der Tabelle rangiert der SVL mit mit 13:11 Punkten derzeit auf Platz fünf. Den Punktgewinn bei Aufsteiger Ilsenburg verdanken die Seedorfer vor allem Max Jannasch. Der 25-Jährige spielte mit 894 Holz die absolute Tagesbestleistung. Und auch Mathias Metzdorf (888) erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen. Doch die guten Ergebnisse des Duos waren nicht genug, um den als Schlusslicht in die Partie gegangenen Harzern auch noch die zwei Spielpunkte streitig zu machen. Dafür reichten die von Norbert Witzel (872), Sebastian Rönning (871), Hans Fulczynski (857) und Frank Wilke (856) zu Fall gebrachten Hölzer nicht aus.

Keine reelle Chance auf eine Überraschung besaßen die Seedorfer beim Tabellenführer in Fehrbellin. Die 90er lagen von Beginn an vorn und bauten ihren Vorsprung bis zum Schluss auf 143 Holz aus. Vor allem Dietmar Stoof und Dirk Sperling, die vor einigen Jahren noch das Seedorfer Trikot trugen, überzeugten in den Reihen der Gastgeber. Der in Perleberg aufgewachsene Sperling (900) gewann im ersten Durchgang die Partie gegen Metzdorf (875), der noch in der Vorsaison für die Rhinstädter spielte, klar. Auch Daniel Neumann (893) ließ Seedorfs Witzel (871) hinter sich. Stoof schob im Mittelblock mit 916 Holz sogar die Tagesbestleistung und distanzierte Jannasch (874) deutlich. Das zweite Duell entschied Fulczynski (873) gegen Nico Witter (862) für sich. Im Schlussdurchgang zeigten die Fehrbelliner Alexander Wolski (887) und Sebastian Krause (881) den Gästespielern Frank Wilke (853) und den für Rönning ins Seedorfer Team gerutschten Marcus Derlig (850) aber noch einmal klar die Grenzen auf. „Der Punkt gegen Ilsenburg war verdient, der Sieg aber nicht drin. Wir haben dank der guten Leistungen von Max und Mathias unser Minimalziel erreicht. Gegen Fehrbellin war wenig zu holen. Die Gastgeber haben konstant gespielt und verdient gewonnen“, resümierte SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke, der nach eigener Aussage ein gebrauchtes Wochenende erwischte. „Ich war nicht in der Lage, aus welchem Grund auch immer, meine Leistung abzurufen.“

 

24.10.2017: Mindestziel erreicht / Seedorfer Bundesligakegler landen Heimsiege gegen Oldenburg/Holstein (3:0) und Kiel (2:1)

Mit zwei beeindruckenden  Vorstellungen und 5:1 Punkten haben die Kegler des SVL Seedorf 1919 ihre beiden Heimspiele des Wochenendes in der 1. Bundesliga Bohle abgeschlossen. Dem 3:0 gegen den KSK Oldenburg/Holstein ließen sie in einem packenden Spiel gegen den Titelfavoriten SG ETV/Phönix Kiel am Sonntag ein 2:1 folgen. In der Tabelle schoben sich die Männer vom Löcknitzstrand nach sechs Spieltagen mit nun 12:6 Punkten auf Rang drei vor. „Das war ein hochklassiges und spannendes Spiel mit einigen Höhen und Tiefen bei uns. Wir haben aber zu keiner Zeit unsere Führung abgegeben, hätten am Ende 3:0 gewinnen können, ja eigentlich müssen. Kiel hat den Zusatzpunkt etwas glücklich mitgenommen“, fand SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke nach dem 5500:5434 (46:32 in der Einzelpunktwertung) im „Spiel des Jahres“ gegen den Serienmeister aus Kiel.

Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe. Im ersten Durchgang gewann der mit 938 Holz absolute Tagesbestleistung schiebende und sich völlig zu Recht die zwölf Einzelwertungspunkte sichernde Mathias Metzdorf das Duell gegen Nationalspieler Kai Ludorf (917/9). Und da auch Hans Fulczynski (908/5) gegen Jan Künstler (897/2) die Oberhand behielt, lagen die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt mit 32 Holz vorn. Im Mittelblock rang Rainer Pagels (913/7) Alexander Eggers (912/6) nieder. Dagegen musste sich Frank Wilke (903/3) Kiels Jörn Kemming (920/10) etwas überraschend geschlagen geben. Das war mitentscheidend für den Verlust des Zusatzpunkt (erhält das Gästeteam für 32 und mehr Einzelwertungspunkte). „Das muss ich auf meine Kappe nehmen. Ich habe nicht zu meinem Spiel gefunden, habe zu viele Fehler gemacht“, war der 50-Jährige hinterher selbstkritisch. Doch der Kapitän konnte sich auf seine Teamkollegen verlassen. Im Schlussdurchgang gaben Max Jannasch (923/10) und Norbert Witzel (915/8) ihren Kontrahenten René Richter (883/1) und Roger Dieckmann (905/4) das Nachsehen und brachten die zwei Spielpunkte souverän unter Dach und Fach. „Vielen Dank auch an die vielen Zuschauer, die uns lautstark unterstützt haben. Das hat schon Spaß gemacht, vor so einer Kulisse zu spielen“, fand Frank Wilke lobende Worte an die Kegelfans.

Tags zuvor hatten die Seedorfer Vorzeigekegler beim 5508:5363 (52:26) gegen Oldenburg den eigenen Mannschaftsbahnrekord nur um ein Holz verpasst. Neben den mit 926 Holz Tagesbestleistung schiebenden Max Jannasch reihten sich die Ergebnisse von Wilke (919), Metzdorf (918), Fulczynski (917), Pagels (915) und Witzel (913) in die geschlossene Seedorfer Teamleistung nahtlos ein. Lediglich Oldenburgs Bester, Jan Stender, konnte mit guten 924 Holz die totale Dominanz der Gastgeber verhindern.

 

10.10.2017: Starker Auftritt beim Favoriten beschert Punkt / Seedorfer Bundesligakegler bringen einen Zähler aus der Hauptstadt mit

Die Bohlekegler des SVL Seedorf von 1919 brachten von den beiden Bundesliga-Gastspielen in Berlin einen Zähler mit an die Löcknitz. Bei Union Oberschöneweide reichte es beim 5420:5479 (33:45/1:2) zu einem Punkt. Bei Hertha BSC gab es ein deutliches 5392:5508 (28:50/0:3). „Mit dem Punkt beim vermeintlich stärkeren Gegner bin ich hochzufrieden. Wir haben eine gute und sehr geschlossene Mannschaftsleistung geboten“, sagte der Seedorfer Mannschaftsleiter Frank Wilke. Mathias Metzdorf (909 Holz), Norbert Witzel (909), Sebastian Rönning (886), Hans Fulczynski (892), Max Jannasch (914) und Frank Wilke (910) hielten stets den Kontakt zum Favoriten aus Oberschöneweide und verdienten sich den Punkt.

Das hätten die Seedorfer gern gegen Hertha BSC wiederholt. „Das hatten wir uns schon etwas anders vorgestellt“, erklärte Wilke. Der SVL kam gut in die Partie, „ging dann aber im Mittelblock leider etwas unter. Aber die Herthaner hatten einen guten Tag erwischt, haben nicht viel zugelassen und waren sehr stark“, formulierte der Mannschaftsleiter. So mussten sich Rainer Pagels (900), Norbert Witzel (897), Mathias Metzdorf (890), Hans Fulczynski (902), Max Jannasch (889) und Frank Wilke (914) am Ende geschlagen geben. „Aber es gibt keinen Vorwurf. Wir sind trotzdem mit der Gesamtwertung zufrieden“, erklärte Wilke mit Blick auf die Tabelle. Seedorf liegt auf Platz fünf und empfängt in knapp zwei Wochen zu Hause an der Löcknitz die Teams aus Oldenburg und Kiel. (Oliver Knoll in „Der Prignitzer“ vom 10.10.2017)

 

19.09.2017: Geglückter Auftakt /Erste Männermannschaft vom SVL Seedorf 1919 startet mit klaren 3:0-Heimsiegen gegen Hannover und Stade in die Saison

Mit zwei 3:0-Siegen haben die Männer des SVL Seedorf 1919 einen optimalen Start in die neue Saison der 1. Bundesliga erwischt. Auf der heimischen Bahn am Löcknitzstrand bezwang das Team um Kapitän Frank Wilke zum Auftakt den KSK Rivalen Hannover (5478:5404 Holz/Einzelpunktwertung: 50:28) und am Sonntag dann den VfL Stade von 1850 (5483:5280/52:26). Während andere Mannschaften an den ersten beiden Spieltagen zum Teil böse Überraschungen erlebten, reihten sich die Prignitzer mit der Maximalausbeute von sechs Punkten vorerst auf Rang zwei der Tabelle, punktgleich hinter dem Brandenburgrivalen SV 90 Fehrbellin, ein. „Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem rundum gelungenen Wochenende. Trotz der beiden Siege hat uns der Auftakt aber auch wichtige Erkenntnisse gebracht, woran wir arbeiten müssen“, fand Frank Wilke noch ein Haar in der (Sieg)Suppe.

Die Hannoveraner, gegen die die Seedorfer in der Vergangenheit schon mehrfach auf der Heimbahn Punkte abgaben, erwiesen sich als die erwartet schwere Gegner. Schon die SVL-Startachse mit Neuzugang Mathias Metzdorf (915 Holz/10 Einzelwertungspunkte) und dem schwer in Tritt kommenden Hans Fulczynski (900/5) musste sich strecken, um Robert Neumann (893/3) und Christian Spyra (906/7) auf Distanz zu halten. Im Mittelblock konnte Frank Wilke (903/6) nur dank eines guten Schlussspurtes seinen Kontrahenten Tobias Kirchhof (899/4) in Schach zu halten, während Sebastian Rönning (915/10) Rivale Ellrik Freienberg (892/3) klar distanzierte. Einen souveränen Auftritt legten dann im Schlussdurchgang der mit 930 Holz Tagesbestleistung schiebende Max Jannasch und Norbert Witzel (915/8) hin, so dass dem Rekordmeister mit Kai Hahnefeld (891/1) und dem stark aufspielenden Kai Wüllner (821/11) der von ihm letztendlich angepeilte Zusatzpunkt versagt blieb. „Es waren spannende Duelle, aber so ist erste Bundesliga“, freute sich Frank Wilke hinterher über den letztendlich klaren Heimerfolg.

Gegen Stade legten die Seedorfer erneut eine gute Mannschaftsleistung hin. Rainer Pagels (896/5) und der diesmal von Beginn an seinen Rhythmus findende und Tagehöchstholz schiebende Hans Fulczynski (937/12) ließen Bert Maashöfer (866/2) und Ralf Boldt (889/4) keine Chance. Nach dem Mittelblock mit Wilke (907/8) und Rönning (897/6), die Stades Bernd Heidtmann (867/3) und Thorsten Linkenbach (842/1) deutlich distanzierten, wuchs der Vorsprung der Gastgeber auf satte 173 Holz an. Die klare Führung bauten Jannasch (921/10) und Witzel (925/11) gegen Stades Beste, Dag Maibaum (918/9) und Ralf Schmidt (898/7), sogar noch weiter aus. „Der klare 3:0-Sieg gegen Stade war zu keiner Zeit gefährdet“, hakte Wilke den Pflichterfolg ab.

 

 

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